Zur Zeit werden Dahlienknollen im Handel angeboten. Diese ursprünglich aus Mexiko und Umgebung stammenden Dauerblüher (ab Juni bis zum Frost) gehören zu unseren am längsten und üppigsten blühenden Gartenpflanzen. Sie eignen sich hervorragend als Rabatten- und Schnittblumen, kleinere Sorten auch als Kübelpflanzen.
Dahlien gibt es in sehr unterschiedlichen Formen, Farben und Größen. Sie gehören zur Familie der Asteraceae, der Korbblütengewächse. Ihre Blütenstände (Blütenkorb oder Blütenkopf genannt) bestehen aus Zungen- und Röhrenblüten, die zusammen den Eindruck einer Einzelblüte erwecken. Außen befinden sich meist unfruchtbare Zungenblüten, die hauptsächlich Schaufunktion haben und weiter innen, scheibenförmig angeordnet, fruchtbare Röhrenblüten, die bei einigen Sorten so stark zurückgezüchtet wurden, dass sie nur im voll erblühten Zustand sichtbar werden.
Nach den verschiedenen Formen dieser Blüten und ihren unterschiedlichen Zusammensetzungen zu Blütenköpfen, werden die zur Zeit auf 30.000 geschätzten Dahliensorten in 10 Klassen unterteilt. Zur Erleichterung für Ihren Einkauf folgt ein kurzer Überblick.
Topmix-Dahlie "Roxy"
Anemonenblütige-Dahlie"Fire und Ice"
Halskrausen-Dahlie "Hartenaas"
Schmuck-Dahlie "Crazy Love"
Schmuck-Dahlie "Osaka"
Park-Schmuckdahlie "Arnhem"
Einfachblühende oder Ungefüllte Dahlien sind wohl die ursprünglichste Dahlienklasse. Ihre Blütenköpfe bestehen aus 8 - 10 breit geformten, sich überlappenden Zungenblüten, die in einer oder zwei Reihen angeordnet sind und eine zentrale Scheibe aus winzigen Röhrenblüten umgeben. Sie haben meist einen Durchmesser von weniger als 10 cm. Zu dieser Klasse gehören Mignon-Dahlien und die noch kleineren Topmix-Dahlien. Diese nur 25 - 40 cm hoch, aber kompakt wachsenden Dahlien, eignen sich sehr gut zur Bepflanzung von Gefäßen.
Anemonenblütige Dahlien haben einen gefüllten Blütenkopf bestehend aus einem oder mehreren Ringen flacher Zungenblüten, die um ein gedrängtes aus Röhrenblüten gebildetes Kissen stehen, die länger sind als bei den ungefüllten Dahlien. Die Blütenköpfe haben meist einen Durchmesser von 10 - 15 cm.
Halskrausen-Dahlien haben einen ungefüllten Blütenkopf, der aus 8 - 10 äußeren, großen, breiten Zungenblüten und einem oder mehreren inneren Ringen kleinerer, schmaler Zungenblüten gebildet wird, die eine offene Scheibe aus Röhrenblüten umschließen. Oft kontrastieren die beiden Zungenblütentypen in verschiedenen Farben.
Die Blütenköpfe der Seerosen-Dahlien sind dicht gefüllt mit wenigen großen, breiten, rundlichen, meist locker angeordneten Zungenblüten. Sie sind glatt oder besitzen leicht einwärts oder auswärts gebogene Ränder, die dem Blütenkopf insgesamt ein flaches, schalenförmiges Aussehen verleihen.
Dekorative oder Schmuck-Dahlien haben dicht gefülllte Blütenköpfe ohne zentrale Scheibe. Ihre Zungenblüten sind breit und die Spitzen flach und manchmal etwas gewellt. Ihr Blütendurchmesser kann, wie bei unserer Sorte "Kelvin Floodlight", bis zu 35 cm betragen. Die größten Sorten erreichen Höhen bis zu 150 cm. Niedrige Sorten, die nicht höher als ca. 50 cm werden und buschig wachsen, werden als Park-Schmuckdahlien bezeichnet.
Bei den Ball-Dahlien bilden vergleichsweise kurze, tütenförmig eingerollte Zungenblüten einen dicht gefüllten, abgeflachten bis kugeligen Blütenkopf mit einem Durchmesser von mehr als ca. 5 cm.
Die Blütenköpfe von Pompom-Dahlien werden wie die der Ball-Dahlien gebildet, sie sind nur kleiner mit einem Durchmesser von weniger als ca. 5 cm und noch kompakter.
Kennzeichnend für Kaktus-Dahlien sind ihre dicht mit spitzen, nadelförmig eingerollten Zungenblüten ("Stacheln") gefüllten Blütenköpfe. Es gibt sie in verschiedenen Höhen von ungefähr 30 bis 130 cm. Niedrige Sorten, die nicht höher als ca. 50 cm werden und buschig wachsen, werden als Park-Kaktusdahlien bezeichnet. Semi-Kaktusdahlien haben ebenfalls dicht gefüllte Blütenköpfe, ähnlich den Kaktusdahlien. Ihre röhrenförmig zusammengerollten Zungenblüten sind jedoch an der Basis breiter. Hirschgeweih-Dahlien sind meist Kaktus- oder Semi-Kaktusdahlien mit geschlitzten Zungenblüten.
Ball-Dahlie "Marble Ball"
Pompon-Dahlie "Franz Kafka"
Kaktus-Dahlie "White Star"
Kaktusdahlie "Color Spectacle"
Park-Kaktusdahlie "Yellow Happiness"
Hirschgeweih-Dahlie "Kogane Fubuki"
Kultur der Dahlien
Dahlien sind frostempfindlich und ihre Knollen sollten erst ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, ausgepflanzt werden. Für eine frühere Blüte können sie ab Ende März im Haus vorgetrieben werden. Dazu werden die Knollen in Gefäße mit humusreicher Erde gepflanzt, und zwar nur so tief, dass der Stiel des Vorjahres noch knapp aus der Erde herausragt. Anschließend werden sie angegossen und in einen kühlen, aber frostfreien Raum gestellt. Sobald sich die ersten Triebe zeigen, kommen die Töpfe an einen hellen, 18 bis 20 °C warmen Ort, bis sie dann ausgepflanzt werden können.
Dahlien lieben einen sonnigen und freien Standort. Obwohl sie auf nahezu jedem Untergrund wachsen, ist es dennoch empfehlenswert, den Boden vor der Pflanzung aufzulockern und eine Kompostgabe in das Pflanzloch zu geben. Etwas zusätzlicher Nährstoffdünger, der einige Wochen nach der Pflanzung aufgebracht werden sollte, sorgt für prächtige Ergebnisse. Sortenspezifische Angaben zur Pflanzung finden Sie auf unseren Tüten oder auf unserer Website bei den einzelnen Sorten. Durch regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten kann die Blütezeit verlängert werden.
Nach Einsetzen der ersten Nachtfröste müssen die Knollen vorsichtig aus dem Boden genommen und frostfrei überwintert werden.
Start für Zwiebeln und Knollen für Sommerblüher
Sobald der Boden offen ist und es die Witterung erlaubt, können bereits Zwiebeln und Knollen von Gladiolen, Lilien, Anemonen, Ixien, Nerinen und Zierlauch gepflanzt werden. Der Boden sollte gut durchlässig sein und die Zwiebeln müssen in sehr kalten Nächten einen Schutz aus Vlies oder Reisigabdeckungen erhalten.
Begonien vortreiben
Wer zum frühestmöglichen Zeitpunkt blühfähige Pflanzen sein Eigen nennen möchte, kommt nicht umhin sich mit der Vorkultur dieser Pflanzen zu befassen. Für die Vorkultur der Begonien werden die Knollen bereits Ende März im Haus eingetopft. Begonien sind äußerst frostempfindlich und dürfen daher weder als Knollen noch als vorgezogene Pflanzen vor Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden.
Aussaat ins Freiland
Feldblumen
Nematodenkiller "Bodenkur"
Sommerblumen "Hohe Mischung"
Schlingpflanzen
Sommerblumen "Halbhohe Mischung"
Bei angemessener Witterung können ab März robuste einjährige Sommerblumen wie
Adonisröschen, Fuchsschwanz, Jungfer im Grünen, Kornblumen, Klatschmohn, Kalifornischer Mohn, Ringelblumen, Rittersporn, Schleierkraut, Steinkraut, Wicken, Winden und Wucherblumen sowie unsere Blumenmischungen "Japanischer Blumenrasen", "Feldblumen", "Nematodenkiller", "Schlingpflanzen", "Sommerblumen" und "Steingartenmischung" im Freiland ausgesät werden. Auf ausreichend Feuchtigkeit muss geachtet werden. Sollte es nachts starken Frost geben mit Folie oder Vlies abdecken.
Anzucht mit warmer Vorkultur
Auf der Fensterbank, im warmen Gewächshaus oder im warmen Frühbeet (Anlage siehe weiter unten) können jetzt Sommerblumen ausgesät werden, die Ihren Garten oder Balkon in wenigen Monaten in ein buntes Blütenmeer verwandeln. Dazu gehören z.B. Petunien, Leberbalsam, Lobelien (Männertreu), Verbenen (Eisenkraut) und Löwenmaul, für die zum Keimen Temperaturen zwischen 18 und 22 °C günstig sind. Etwas wärmer lieben es Geranie und Fleißiges Lieschen mit 20 - 25 °C. Weitere Anzuchtbedingungen, z.B. ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt, finden Sie auf unseren Samentüten und auf unserer Website bei den einzelnen Sorten.
Das Laub von Frühjahrsblühern nicht entfernen
Das Laub von abgeblühten Frühjahrsblühern wie Schneeglöckchen und Krokussen darf erst entfernt werden, wenn es vollständig eingetrocknet ist. Die Pflanzen benötigen es dringend, um Reservestoffe für die Blüte im nächsten Jahr in die Zwiebeln einzulagern.
Gemüse- und Kräutergarten
Gemüsepflanzen mit warmer Vorkultur selbst heranziehen
Wer sich für die Pflanzung im April oder Mai bestimmte Gemüsesorten selbst heranziehen möchte, sollte im März mit der warmen Vorkultur im Frühbeet (Anlage siehe weiter unten), Gewächshaus oder am Zimmerfenster beginnen.
Im warmen Frühbeet können jetzt die großen Kopfkohlarten wie Weißkohl (z.B. unsere Sorten "Amager kurzstrunkig" und "Dithmarscher Früher"), Rotkohl (z.B. unsere Sorte "Roodkop") und Wirsingkohl (z.B. unsere Sorte "Vertus 2") ausgesät werden. Außerdem Blumenkohl (z.B. unsere Sorte "Erfurter Zwerg"), Kohlrabi (z.B. unsere Sorten "Blauwe Spek", "Delikateß blauer", "Delikatess Witte" und "Superschmelz"), Kopfsalat (z.B. unsere Sorten "Muck" und "Maikönig"), Speisemöhren (z.B. unsere Sorte "Gonsenheimer Treib"), Salat- und Schälgurken (z.B. unsere Sorte "Qualitas"), Radieschen (z.B. unsere Sorte "Rodos"), Rettich (z.B. unsere Sorte "Hilds roter Neckarruhm"), Kerbel und Gartenkresse.
Eierfrüchte (Auberginen), Paprika und Tomaten können auch in Schalen oder anderen Anzuchtgefäßen am hellen Fenster eines geheizten Raumes herangezogen werden. Die Gefäße sollten mit Glasscheiben, unter die man zur Belüftung kleine Hölzchen legt, oder mit durchsichtiger Folie bis zum Entfalten der Keimblätter abgedeckt werden. Die getopften Pflanzen lassen sich sehr gut in einem warmen Frühbeet weiterkultivieren.
Ausführliche Anzuchtbedingungen finden Sie auf unseren Samentüten und auf unserer Website bei den einzelnen Sorten.
Warmes Frühbeet anlegen
Auch im März lohnt sich noch die Anlage eines warmen Frühbeets, auch Mistbeet genannt, für einen frostsicheren und energiesparenden Anbau von Frühkulturen. Hierbei handelt es sich um eine der ältesten Methoden Bioenergie zu nutzen. Für die Anlage benötigen Sie einen Frühbeetkasten mit Fensterabdeckung, der z.B. aus Betonformteilen, Kunststoffplatten, Steinen oder Holz angefertigt oder im Fachhandel erworben werden kann. Das Fenster sollte nach Süden geneigt sein, um die Sonnenkraft voll zu nutzen. Außerdem muss es gut schließen, damit der Wind nicht eindringen kann.
Zur Anlage des Beets wird bei frostfreiem Wetter an einer geschützten Stelle die Erde ca. 60 cm tief ausgehoben. Um das Auswaschen wichtiger Nährstoffe zu verhindern, wird der freigelegte Boden mit einer ca. 3 cm hohen Schicht Herbstlaub oder einer wenig durchlässigen Folie bedeckt. Darüber kommt eine 3 - 5 cm hohe Saugschicht aus Gärtnertorf. Darauf wird eine ca. 50 cm hohe Schicht aus Pferdemist gegeben und festgetreten. Schließen Sie dann das Fenster oder legen Sie eine Glasscheibe auf den Rahmen und warten Sie ungefähr 5 Tage bis sich der Mist erwärmt hat.
Dann wird gelüftet, damit die entstandenen Ammoniakdämpfe entweichen können. Danach wird der Mist nochmals festgetreten, bis eine Höhe von 35 cm erreicht ist. Um die Wärme zu halten, wird jetzt darüber eine dünne ca. 2 cm hohe Laubschicht ausgebreitet und darauf lockere, sandige, mit Kompost vermischte Erde oder Aussaaterde in einer Höhe von ca. 20 cm ausgebracht. Der Abstand zum Fenster sollte nach dem Setzen 15 - 30 cm betragen.
Zur besseren Isolierung kann der überstehende Kasten mit Erde, Laub oder Stroh umgeben werden. Die Temperatur im Beet sollte anfänglich etwa 18 - 22 °C betragen und später 18 - 20 °C. Bis zum Auflaufen der Pflanzen ist es günstig, den Kasten abzudunkeln und nachts z.B. mit Rohr- oder Strohmatten zu schützen. Zum Gießen sollten Sie nur lauwarmes Wasser verwenden. Wenn es die Witterung erlaubt, sollte mittags gelüftet werden. Bei starker Sonneneinstrahlung ist eine Schattierung notwendig.
Aussaat im Freiland
Wenn der Boden offen ist und es die Witterung erlaubt, können im März Möhren, Porree (z.B. unsere Sorten "Blaugrüner Winter" und "D'Elbeuf"), Radieschen, Puffbohnen (z.B. unsere Sorte "Hangdown Grünkernig"), Spinat (z.B. unsere Sorten "Medania" und "Gamma F1") und Schwarzwurzeln im Freiland ausgesät werden. Bei Frost mit Vlies oder Folie abdecken.
Mediterrane Kräuter zurückschneiden
Salbei, Thymian und Winterbohnenkraut sollten jetzt so weit zurückgeschnitten werden, dass sie aus dem alten Holz neu austreiben. Oregano direkt über dem Boden abschneiden.
Steckzwiebeln setzen
Für Steckzwiebeln, z.B. unsere "Roten Braunschweiger" oder unsere "Stuttgarter Riesen" wählt man einen sonnigen und warmen Standort, dessen Erde aus mittelschwerem Humusboden bestehen sollte. Die Zwiebeln werden in Reihen und mit einem Abstand von 10 cm, 2 bis 3 cm tief in die Erde gesteckt. Um Krankheiten an den Zwiebeln, z.B. durch Nematoden im Boden, zu vermeiden, sollten Steckzwiebeln jedes Jahr an einem neuen Standort gepflanzt werden.